Serienmörder wendet psychologische Tricks bei Twitter-Nutzern an

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Der Täter erschlich sich das Vertrauen seiner Opfer um sie zu vergewaltigen und umzubringen. Ein Serienkiller wurde vor ein japanisches Gericht gestellt, weil er neun Menschen in seiner Wohnung ermordet, vergewaltigt, ausgeraubt und zerstückelt hat. Nach einer Analyse von Experten hat er sich dabei bestimmter psychologischer Tricks bedient.

Diese Tricks werden von Psychologen verwendet, um das Vertrauen von Suizidgefährdeten zu gewinnen. Der Mörder suchte sich seine Opfer gezielt im sozialen Netzwerk Twitter aus, indem er Menschen kontaktierte, die geschrieben hatten, dass sie Selbstmord begehen wollen. Experten analysierten rund 200 Nachrichten, die der Täter mit einem Opfer ausgetauscht hatte.

Täter suchte gezielt auf Twitter

Er schrieb dem Opfer, nachdem er den Selbstmordwunsch gelesen hatte, dass er sich gerne austauschen würde und bot Hilfe an. Er reduzierte die Distanz zwischen sich und seinem Opfer, indem er seine persönlichen Informationen preisgab, eine Technik, die bei der psychologischen Behandlung von Suizidalen angewendet wird. Nur sorgte er so dafür, dass das Interesse seiner Opfer am Selbstmord stieg, nicht sank. Acht Frauen und ein Mann, im Alter von 15 bis 26 Jahren, wurden so getötet. An allen acht Frauen verging er sich sexuell und bewahrte die Leichenteile in Containern in seiner Wohnung auf. Sogar Schüler wurden Opfer. Der letzte Twitter-Kontakt war Lockvogel der Polizei. Der Mann wurde verhaftet.

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Der Mörder nutzte die Schwächen der Menschen aus und brachte sie so in psychologische Abhängigkeit. Menschen, die unter psychischem Stress stehen, sollten sich professionelle Hilfe organisieren, anstatt Unbekannten über das Internet zu vertrauen.