Mutter des Teufels: GSG 9 verhindert Anschlag auf Berlin

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Eine stürmte am Dienstag eine Neubauwohnung in der Nähe des Berliner Rathauses Schöneberg. Ein Mann wurde verhaftet, das durchsuchte die Wohnung und nahm Computer und andere Unterlagen mit. Vorausgegangen war eine monatelange Observation, dann nahmen Spezialkräfte den terrorverdächtigen Syrer wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden fest. Dem Chat-Protokoll zufolge hatte sich der 26-jährige zuvor ausführlich über den Bau einer Bombe informiert und sich dann, mit dem Ziel einen Terroranschlag zu verüben, entsprechende Chemikalien besorgt.

Der potentielle Attentäter hatte zunächst im Bode-Museum gearbeitet, zuletzt heuerte er als Putzkraft an einer Grundschule an.

Aus seiner islamistischen Gesinnung machte er im keinen Hehl. Bereitwillig erklärte er, er habe bereits damit begonnen die zum Bombenbau benötigte Teile zu beschaffen und Chemikalien zu kaufen. Nach und nach besorgte sich der Syrer mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung, er war als Flüchtling anerkannt, Aceton und Wasserstoffperoxid. Die vorbereitete Triacetontriperoxid-Bombe, im Nahen Osten auch Mutter des Teufels genannt, wäre höchst brisant und sollte möglichst viele töten oder verletzen. Der hochexplosieve Sprengstoff ist leicht herstellbar und kam bei den Terroranschlägen von Paris zum Einsatz.

Die Chat-Gruppe hatte es in sich. Offen wurde über das Für und Wider von PETN-Plastik-Sprengstoff in Paket- oder Magnetbomben, über versteckte Ladungen an Türen oder über Sturmgewehre und Maschinenpistolen unterschiedlicher Bauart diskutiert, die bei einem Anschlag zum Einsatz gebracht werden sollten. Die Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft begannen, nachdem es einen Hinweis durch einen ausländischen Dienst gegeben hatte.

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