MRU

Kurzporträt Medical Response Unit

LifeStyle Sports

Die noch kleine Medical Response Unit (MRU), angebunden an das Sicherheitsnetzwerk UNITER e.V., schließt eine Lücke zwischen zivilen Rettungskräften und den vor Ort tätigen Sicherheitskräften, wie der Polizei. Im Gegensatz zu spezialisierten Einsatzkräften der (Beispiel die Cobra in Österreich, die deutsche GSG9 oder die SEK) wird diese Hybrideinheit geschult im taktischen Bewegen im Einsatzgebiet sowie im Erkennen von Gefahrenmomenten. Angestrebt wird, die MRU Kräfte auf verschiedenem Level auszubilden, d.h. in auf dem Level, dass sie sich gegen Messer, Steine, Flaschenwürfe sowie Handgreiflichkeiten zur Wehr setzen können und die Verletzten versorgen und bergen können, aber auch auf eine sich verändernde Lage reagieren können. Innerhalb Deutschlands verstehen sich diese spezialisierten, aber unbewaffneten Retter auf die professionelle Leistung von Erster Hilfe als auch auf die Eigensicherung und können mit mehr Robustheit in Lagen operieren, die umschlagen können. So war diese Einheit beispielsweise bereits bei einem Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg im Einsatz, das für die Fans der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball WM 2018 veranstaltet wurde. Bei dem höheren personellen Andrang und dem höheren Alkoholkonsum wurde damit gerechnet, dass die Lage umschlagen könnte. Der große Vorteil ist, dass nicht nur die medizinische Erstversorgung sichergestellt wurde, sondern auch fortlaufend mit den jeweiligen Schnittstellen auf Augenhöhe die Lage analysieren wurde. Diese unterstützenden Fähigkeiten wurden insbesondere von den Polizeikräften vor Ort sehr geschätzt.

Einer der Schwerpunkte des Angebots der innerhalb Deutschlands ist die Erstellung von Sicherheitskonzepten und die beratende Intervention. In gemeinsamen Übungen mit Feuerwehr und Rettungskräften auf einem Trainingsgelände in Mosbach 2018 wurden die Synergien mit der sehr deutlich. Zum weiteren Angebot in zählen die Selbstverteidigungsseminare für Rettungskräfte, die sich speziell an die Helfer der etablierten Rettungsdienste wenden, denn das Thema Eigensicherung im Rettungsdienst wird (auch international) zunehmend wichtiger. Die Anzahl und die Heftigkeit der Übergriffe auf die uniformierten ehrenamtlichen Retter der Malteser, Johanniter, des DRK usw. nehmen weiter zu.

Bei den Trainingsangeboten in Mosbach wurden zudem Abläufe geübt, um in kritischen Situationen und unter Stress sich als Team aufeinander bedingungslos verlassen zu können. Das sind Trainings für Teams aus Polizisten, Soldaten, Medizinern und ausgebildeten Rettungskräften, die international, insbesondere im Rahmen von UN Mandaten bei Evakuierungen, der Konvoibegleitung oder in Krisengebieten tätig werden. Als Mitglied der Lazarus Union werden für die noch in diesem Jahr derartige Einsätze weltweit stattfinden. Hierzu wird das Training der Rettungskräfte um die Fähigkeit zu einer aktiven Selbstverteidigung innerhalb von bewaffneten Konflikten ergänzt und dazu, sich eigenständig sichernd fortzubewegen. Zukünftig werden für diese Hybrideinheit auch stich- und schusssichere Westen zur Grundausstattung gehören, um weltweit in ungesicherten Lagen tätig werden zu können.

Die Ausbildung wird in durchgeführt, aber der Einsatz dieser speziell geschulten Rettungskräfte ist im Rahmen von UN Mandaten im Ausland geplant. Bei derartigen Trainings werden in ausschließlich Anscheinwaffen verwendet. Das ist ausreichend, da es sich bei den Teilnehmern der Auslandseinsätze bereits um in ihrer hauptamtlichen Tätigkeit in der TCCC ausgebildete UNITER Mitglieder handelt. Alle Trainingsmaßnahmen entsprechen geltendem deutschen Recht. Die Hybrideinheit schließt eine Lücke im deutschen Rettungswesen, aber sie sorgt auch international für mehr Sicherheit bei Rettungseinsätzen innerhalb von UN Mandaten.

Quelle: und das ganze Trallalla by Uniter

 

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