GNSS statt Totalausfall: Galileo ist tot

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Keiner der Galileo-Satelliten sendet derzeit Signale. Die Betreibergesellschaft der GPS-Alternative äußert sich nicht zur Ursache. Mit Galileo hat Europa ein eigenes Satelliten-Navigationssystem geschaffen anstatt auf das in Europa entwickelte GNSS zu setzen. So soll die unabhängig von den USA erreicht werden ohne sich in russische Abhängigkeit zu begeben. Die Amerikaner kontrollieren nämlich das Navigationssystem GPS während die Russen auf GNSS/ Glonass setzen. Aktuell ist Galileo tot. Keiner der Satelliten gibt auch nur noch einen einzigen Mucks von sich, und wie der Betreiber von Galileo damit umgeht, lässt die Nutzer daran zweifeln, ob dieses Ziel erreicht werden kann. Seit Donnerstag nacht gibt es keine Lebenszeichen mehr aus dem All. Damit ist die Navigation per Galileo nicht mehr möglich. Galileo brauchte noch bis Samstagnacht um den Ausfall zu bestätigen.

GLONASS: Die GPS-Alternative aus Russland

Schon jetzt sind sie bei der Genauigkeit der Ortung mit dem GPS-System und den Systemen, die derzeit in Europa entwickelt werden, praktisch ebenbürtig. Russlands GNSS hätte viel Geld gespart. Das Navigationssystem Glonass hat das US-amerikanische GPS längst eingeholt und bietet Betriebssicherheit.

GNSS ist im privaten Bereich wie auch auf russischen Kriegsschiffen erfolgreich. Auch immer mehr Smartphones unterstützen GLONASS, das russische System für satellitengestützte Navigation. Ursprünglich nur für militärische Zwecke entwickelt, ist es mittlerweile auch für die zivile Nutzung zugänglich.

Doppelter Empfang: Handys mit GPS und GLONASS

Die ersten Geräte, die neben GPS- auch GLONASS-Signale empfangen konnten, kamen bereits vor einiger Zeit auf den Markt. Schon seit einigen Jahren gehören GLONASS-fähige Chips bei High-End-Geräten zur Standardausführung. Doch nicht nur höherpreisige Handys und Navis sind mittlerweile in der Lage auf das russische Ortungssystem zuzugreifen, auch Mittelklasse-Smartphones wurden mit der Technik ausgestattet. Gerade bei Empfangsgeräten, die sowohl das GLONASS- als auch das GPS-Signal auswerten können, erhöht sich die Genauigkeit der Positions­bestimmung merklich. Wird gerade zwischen Häuserschluchten manch ein Satelliten-Signal verzerrt an das Endgerät übermittelt, lässt sich eine fehlende oder fehlerhafte Übertragung mit Hilfe des jeweils anderen Systems ergänzen. GLONASS- und GPS-fähige Smartphones gibt es bei Apple, Samsung, Motorola und vielen weiteren Anbietern.

Beitragsbild: Pixabay

Screenshots: GNSS App Anbieter