Falsche Fünfziger bei den Ösis

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Österreich hat ein Problem mit Falschen Fünfzigern, a propos: Was macht eigentlich Strache? Im Zuge der Ibiza-Affäre kam es in Österreich gerade zu mehreren Hausdurchsuchungen, eine davon beim GRÖFATZ Strache. Als Grund wird eine anonyme Anzeige genannt. Zuständig war die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Es habe eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung gegeben, Sidlo in den CASAG-Vorstand zu befördern. Im Gegenzug dafür habe die FPÖ Entgegenkommen bei Gesetzesänderungen in Zusammenhang mit dem kleinen Glücksspiel nach der Wien-Wahl in Aussicht gestellt. Angeblich soll auch der damalige Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs involviert gewesen sein. Amateure.

Strache

Im Zentrum der heutigen Betrachtungen stehen aber ganz andere Amateure. Es geht um Geldfälscher-Amateure, denn immer mehr junge Leute in Österreich versorgen sich mit Falschen Fünftigern und mit anderen Blüten aus dem Darknet um ihr karges Nichtpolitiker-Budget aufzubessern: Blütenalarm! Immer häufiger drucken sich die Kiddis ihr Geld einfach selbst und Österreich ist ganz vorn mit dabei. Ein Computer mit Internetzugang, ein Kopierer, ein Drucker, spezielles Papier und im Darknet bestellte Hologramme Made in China uns schon sind die dringendsten Geldprobleme erstmal gelöst. Die Blüten sind schlecht, doch sie werden von Normalbürgern trotzdem oft akzeptiert, da glotzt die Mafia in Italien, wo Falschgeld noch aufwändig auf Druckmaschinen hergestellt wird, dämlich aus der Wäsche und freut sich über den Eifer der Polizei, die gerade vier Gelddruck-Kreise mit 16 Teilnehmern hochnahm. Einer hat in seinem Zimmer gefälschte Euro-Banknoten im Nominalwert von 408.000 Euro hergestellt. Die Falschen Fünfziger hat er dann als Vendor im Darknet verkauft. Die Mafia atmet auf: Die Sicherheitsbehörden stellten bei dem Mann neben fertigen Blüten noch 617 A4-Bögen von noch nicht fertig geschnittenen gefälschten Banknoten sowie 19.704 Hologramme sicher.

In diesem Zusammenhang gab es auch in Deutschland Hausdurchsuchungen. Bei 160 mutmaßlichen Ankäufern, die Blüten im Nennwert von 500.000 Euro bestellt hatten, gab es überraschenden Besuch. Die italienische Mafia verfolgt die steigende Nutzung von Internet- und Darknet-Diensten mit Sorge. Man habe markante Veränderungen am Markt ausgemacht, heißt es.

Für einen Nominalwert von 500 Euro würden im Darknet 150 bis 200 echte Euro verlangt. Da bleibt kaum noch Spielraum, wenn man Qualität an den Mann bringen will, jammern die Freunde der Alten Schule zerknirscht. Wo soll das hinführen? Gefälscht würden fast immer Falsche Fünfziger. Bei größeren Geldscheinen sei die Gefahr zu groß, dass diese in Geld-Prüfgeräten auffliegen. Im Darknet selbst, in dem Daten verschlüsselt übertragen und gespeichert werden und zu dessen Handelsplätzen man meist nur durch Einladung gelangt, wird ausschließlich mit Krypto-Währungen bezahlt. Da kommt echt keiner mehr mit.

Der Staat zeigt sich einsichtig, das Zollamt Wien hat eine Schwerpunktaktion gestartet um Postsendungen mit Falschen Fünfzigern abzufangen. Jede aus dem Verkehr gezogene Fälschung wird von der Nationalbank einkassiert.

Strache und Freunde bleiben erstmal auf freiem Fuß. Das ist das Leben, Freunde und man sieht sich auf Ibiza.

Bilder: Pixabay Lizenz