Es geht los: Schüsse und Einsatz von Granaten in Halle

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Ein Trupp, bewaffnet mit Maschinenpistolen, Schrotflinten und Faustfeuerwaffen greift in Halle, Sachsen-Anhalt, mehrere Einrichtungen, darunter eine Synagoge an. Zahlreiche Schüsse wurden dabei abgefeuert, Augenzeugen berichteten vom Einsatz mehrerer Handgranaten. Dabei wurde mindestens eine Frau erschossen und mehrere Personen verletzt.

Kampftruppen in Alarmbereitschaft

Auch in Leipzig gibt es bewaffnete Aktivitäten. Die sächsische Stadt bereitet sich auf alle Eventualitäten vor. Kampfeinheiten wurden in Alarmbereitschaft versetzt, Schulen und Kindergärten schließen und schicken die Kinder nach Hause und Krankenhäuser bereiten sich auf eine größere Einsatzlage vor. Die Polizei in Thüringen ist ebenfalls in Alarmbereitschaft versetzt worden, sie spricht von einer konkreten Gefahr für Thüringen: Nach den Schüssen in Halle befinden auch wir uns im Einsatz. Für Thüringen besteht nach derzeitigen Infos eine konkrete Gefahr, teilte sie über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ein Augenzeuge berichtete gegenüber den Medien, dass die Täter einen VW Golf Plus mit Kennzeichen aus Euskirchen benutzt haben sollen. Das Kennzeichen EU-AI XXX deutet daraufhin, dass es sich um einen Leihwagen von Budget handelt. Der zu Avis gehörende Anbieter hatte von Juli bis August 2019 Zulassungen unter diesem Buchstabencode vorgenommen.

Die Angriffsserie begann heute Nachmittag durch die Feuereröffnung auf eine Synagoge in Halle. Kurz darauf nahm man einen Döner-Laden unter Feuer. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat wegen der Feuerüberfälle in Halle seinen Besuch in Brüssel abgebrochen. Eigentlich wollte er sich noch mit EU-Vertretern treffen, um über den Strukturwandel im Osten zu sprechen. Zu spät.

Landesinnenminister Holger Stahlknecht unterbricht aufgrund der aktuellen Lage in Sachsen-Anhalt seinen Urlaub. Wie die Welt berichtet, haben aufwändige Sicherheitsvorkehrungen in der Synagoge das Eindringen der Bewaffneten verhindern können, somit sei ein Blutbad verhindert worden: Aus Sicherheitskreisen erfuhr WELT folgenden Tathergang: Die Täter machten sich mit Sprengstoff an der Tür zu schaffen, konnten aber nicht eindringen. Die Sicherheitsmaßnahmen der Synagoge hielten stand, sonst wäre es vermutlich zu einem Blutbad gekommen. 

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