E-Book Piraterie: Brein schließt Facebook-Gruppen

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Die niederländische Antipiracyfirma Brein hat in den letzten Tagen mittels einer gerichtliche Anordnung die Weitergabe von urheberrechtlich geschützten E-Books durch Piraten auf Facebook verhindert. Die vier betroffenen Personen erzielten mit Brein eine Einigung hinsichtlich des Schadenersatzes. Bei künftigen Verstößen, müssen sie mit eklatant höheren Strafen rechnen, berichtet Torrentfreak.

Facebookgruppen erlauben es Menschen mit den gleichen Interessen oder ähnlichen Hobbies miteinander in Kontakt zu treten. So fanden sich in zwei Facebook-Gruppen Leute zusammen, die die Begeisterung am Lesen geteilt haben. Allein blieb es hier nicht beim Austausch von legalen Buchempfehlungen, sie wollten auch ihre vom Kopierschutz befreiten E-Books den Lesefreunden in der Gruppe zur Verfügung stellen.

Diese illegalen Aktivitäten des E-Book-Sharing sind allerdings nicht unbemerkt geblieben. Aufgrund eines anonymen Hinweises konnte Brein jene zwei “privaten und geheimen” Facebook-Gruppen infiltrieren. Über 8.000 Titel wurden von den Gruppenmitgliedern inzwischen zur Verfügung gestellt, beide Gruppen zählten insgesamt 3.000 Personen.

Vor Gericht wurde eine Einigung erzielt, wonach die Gruppen-Admins die illegalen Aktivitäten einzustellen hatten und eine Abfindung an Brein leisten mussten: „Sie haben eine Unterlassungserklärung unterzeichnet und inzwischen mehr als 6.000 Euro an BREIN gezahlt. Bei erneuten Verstößen gegen das Urheberrecht erhöht sich dieser Betrag auf 10.000 Euro plus 500 Euro pro illegal angebotenem E-Book“, gibt Brein bekannt. Nach Angaben der Anti-Piracy-Gruppe haben die Gruppen-Admins eingeräumt, dass ihre Aktivitäten und die ihrer Nutzer bezüglich des E-Book-teilens illegal waren.

Brein weist noch darauf hin, dass nicht jeder illegale Download einem entgangenen E-Book-Verkauf gleichkommt. Studien weisen darauf hin, dass die Substitutionsrate bei einem entgangenen Verkauf bei drei illegalen Downloads liegt.

Beitragsbild: Pixabay-Lizenz