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Datenpanne bei der Polizei in Magdeburg

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Daten von Waffenbesitzern in Magdeburg durch die Polizeiinspektion Magdeburg verbreitet worden. Eine Rund-Mail war so verfasst, dass die Adressen aller anderen 324 Empfänger für jeden sichtbar waren. E-Mails mit offenen Empfängerlisten sind problematisch, da hier personenbezogene Daten weitergegeben werden, die auf Mitarbeitern von Diensten hinweisen können.

Diese E-Mail ist sofort zu löschen

Fehler wurde schnell bemerkt. Kurz nach der falsch verfassten Mitteilung hat die Waffenbehörde eine zweite Mail hinterhergeschickt, die auf den Fehler einging und zum sofortigen Löschen der zurvor versendeten Mail aufforderte. Die Adressen waren versehentlich in der genannten Weise versendet worden. Die Adressen dürfen nicht weitergegeben oder anderweitig genutzt werden, wirde in der Rettungsmail klargestellt Der Versand von Rundmails sei gängige Praxis. Dazu werden die E-Mail-Adressen derjenigen genutzt, die zuvor ihr Einverständnis dafür gegeben hatten. Selbstverständlich habe der Versand so zu erfolgen, dass dabei andere Empfänger nicht zu erkennen sind. Um in Zukunft solch ein Versehen zu vermeiden, erfolgt ab sofort das Vier-Augen-Prinzip vor Versand derartiger E-Mails.

Häufig sind neben Sportschützen und Jägern auch Mitarbeitern von Diensten als Waffenträger registriert. Diese könnten durch die bekannt gewordenen Email-Adressen enttarnt werden.

Viele Waffen in Sachsen-Anhalt

Eine Waffe besitzen, darf in Deutschland nur, wer nachweisen kann, dass er diese benötigt, zum Beispiel als Jäger oder als Sportschütze. Zuständig sind die Polizei­inspektionen als Waffenbehörde in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau. 44.565 Sachsen-Anhalter haben eine Waffenbesitzkarte. Es sind rund 120.000 offiziell registrierte Waffen in Umlauf. Die Waffenbehörde der Polizeiinspektion Magdeburg hat versehentlich eine Liste der E-Mail-Adressen von Hunderten Waffenbesitzern versendet.

Bild: Screenshot Youtube