Das Paradies ist keine Diktatur

LifeStyle

Das ist nur wichtig, für Leute, die in der Scheiße sitzen. Allen anderen kann es passieren, dass es schnell langweilig wird. Ich, für meinen Teil, habe beschlossen erstmal den Rücken zu kehren und eine gewisse Zeit an einem anderen Ort zu verbringen, im Paradies. Den kommenden Winter, in waren es gerade um die Null Grad Celsius, lasse ich dieses Jahr aus.

In Gedanken bin ich bei meiner Jetset-Tochter, die kaum eine Ahnung von mir haben sollte. Gerade erst, spielte in Berlin, bin ich ihr im KaDeWe begegnet. Sie führt ein fantastisches Leben, bei den besten Menschen, die ich mir dazu vorstellen kann. Nur manchmal verursacht es mir etwas Herzeleid und im übrigen, Heiko H. ist ein Arschloch, wenn mittlerweile auch ein sehr reiches ‘. Weihnachten werde ich wie fast schon mein ganzes Leben lang ohne sie sein und ohne meine Mutter, Mama. Ich erinnere mich an alles, wir hatten nur eine kurze Zeit, ich erinnere mich auch an unser Wiedersehen und an mein Versprechen. Es ist eine tiefe Sehnsucht die wie die Leber des Prometheus, der daeinst war, ach Aischylos, und in den Karpaten an einen Fels gekettet, sich immer wieder erneuert und so unendliches Leid und eine unendliche Traurigkeit hervorbringt, die mich nach Hamburg zieht. Ich denke an dich Mama, an meine Halbschwester. Wir waren uns einmal sehr nah, Mama. Warum können wir es nich einfach wieder sein?  Ich hasse WALTRAUT! 

All meine Habe trage ich bei mir. Ich bin umgeben von meinen Lieben. Ehefrau, Tochter, Sohn. Sie geben mir Liebe, spenden Zuversicht und Trost. Gerade habe ich sie den Fängen einer unmenschlichen entrissen. Seltsam, wie sich alles wiederholt. Ich verstehe, Mama, dass du das damals nicht konntest. Ich habe oft an der Havel gestanden, habe dem Fluß meine Gedanken aufgetragen, sie auf die Reise geschickt auf den Weg gebracht zu dir. Sie hatte mich mit dem Tode bedroht, Mama, gleich als du weg warst. Ich werde sie überleben. Selbst in Norwegen, mit der Hand in eisigen Wassern der Kälte, sah ich dich an der Alster flanieren. Die Freiheit ist ein unschätzbares Gut. Den Preis zahlend sehe ich auf das hinab und muss weinen.

Titelbild: Pixabay Lizenz, Tilgnerpictures, thx! Beitragsfoto: Andreas Köppen, alle Rechte bei mir.