Darknet-Drogenhändler bekennt sich schuldig

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US-Ermittlern ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Sie warfen Richard Castro aus Florida Geldwäsche und Drogenhandel vor. Am 25. Juli gestand der 36-Jährige seine Schuld. Ihm drohen nun zwischen zehn Jahren und lebenslänglich. Als Teil seines Deals mit der Anklage willigte Castro außerdem ein, über vier Millionen US-Dollar an den Staat zu zahlen.

Der etwa unter dem Pseudonym Chemusa bekannte Dealer handelte zwischen November 2015 und Mai 2019 mit drei verschiedenen Opioiden. Für seine Geschäfte nutzten er und seine Komplizen anfangs diverse Darknet-Schwarzmärkte wie AlphaBay und Dream Market. Als Zahlungsmittel machte er von Bitcoin Gebrauch. Die Kryptowährung verwendete er zudem zu Zwecken der Geldwäsche. Castro soll somit Millionen von US-Dollar durch diverse Bitcoin-Wallets geschleust haben. Zusätzlich erwarb er etwa 100 Billiarden Simbabwe-Dollar.

Bei den Substanzen, die Castro zum Verkauf anbot, handelt es sich um Fentanyl, Carfentanyl und Phenylfentanyl. Während Fentanyl fünfzigmal stärker wirkt als Heroin, ist Carfentanyl nochmals hundertmal stärker. Fentanyl war in den USA in jüngster Zeit für zahlreiche Drogentote verantwortlich.

Verschlüsselte E-Mails wurden Castro zum Verhängnis

Castros Verhaftung lässt sich auf eine fatale Entscheidung zurückführen. Der Drogendealer verlagerte sein Geschäft von Darknet-Schwarzmärkten zu verschlüsselten E-Mail-Diensten. Kunden, die die Mail-Adresse haben wollten, mussten eine Gebühr entrichten. Eben dadurch kamen ihm die Fahnder auf die Schliche. Ein verdeckter Ermittler bezahlte die Gebühr, anschließend tätigte er eine Bestellung. Castro ist nicht der einzige Darknet-Dealer, der den Behörden ins Netz ging. Zeitgleich mit seinem Schuldbekenntnis verurteilte das Gericht Gary Davis. Davis arbeitete als Administrator für den berüchtigten Darknet-Schwarzmarkt Silk Road.