Darknet: Der Mensch soll haben was er will

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Der Zugang zum nicht verboten, aber Vorsicht. Man kann sagen, dass nur etwa 40 Prozent der Inhalte auch legal sind. Der Mensch wünscht sich offenbar mehr als ihm der zugesteht. Auch werden im vertickt. Im April diesen Jahres sollte zwischen zwei Jugendlichen ein Deal ablaufen, doch der läuft schief. Ein 16-Jähriger erscheint mit 900 Tabletten Xanax-Imitate mit dem verbotenen Wirkstoff Etizolam zum Treffenpunkt. Der 17-jährige Ankäufer kommt auch, allerdings nicht mit der Absicht, bar zu bezahlen. Stattdessen zieht er dem 16-Jährigen eine Bierflasche über den Kopf. Dieser zog daraufhin ein Klappmesser und verletzte sein Gegenüber schwer.

Post und Bank entlarven die Täter

Wer eine nicht unerhebliche Menge an Betäubungsmitteln, z.B. Kokain, über das beschaffen will, kann dies zunächst unbehelligt tun. Es gibt kein Monitoring, wie es zum beispiel zur Bekämpfung von Kinderpornographie betrieben wird. Zur Aufdeckung illegaler Aktivitäten im müssen verschiedene andere Ansätze zur Ermittlung der zunächst anonymen Täter her. So wird man beispielsweise über Post- und Lieferwege oder durch die Bezahlung der Ware auf Straftaten aufmerksam. 

Deep Web und gegen und Überwachung

Suchmaschinen wie Google, Bing und kennen nur einen Teil des Internets. All das, was von ihnen nicht automatisiert erfasst wird, bezeichnet man als Deep Web. Und dann gibt es da noch einen speziell verschlüsselten Bereich im Netz, das sogenannte Darknet. Das setzt auf die gleiche wie alle anderen Internetdienste auch.

So können dort Webseiten besucht, E-Mails versendet und Dateien geteilt und verbreitet werden. Das wird unter anderem von Journalisten, beispielsweise auch von Zeitungen wie der New York Times, Whistleblowern, Menschenrechtsorganisationen, Regimekritikern und unterdrückten Minderheiten genutzt. Selbst die Deutsche Welle ist so zu erreichen, da sie in Ländern wie oder dem geblockt wird.

Die Webseiten der Deutschen Welle sind in Ländern wie und dem gesperrt. Um die in diesen Ländern dennoch zu erreichen, ist die Deutsche Welle im in über 30 Sprachen zu erreichen.

Täglich tummeln sich über eine Million weltweit im Darknet. In Ländern wie Rot-China, oder gewissen Teilen Afrikas wird den Bürgern untersagt, freie Informationsdienste, wie z.B. die Deutsche Welle, zu nutzen. Das ist somit für Millionen von die einzige Möglichkeit, staatliche Zensurmassnahmen zu umgehen. Ein weiterer Vorteil, den das bietet, ist das höhere Mass an Sicherheit. Einem ist der Zugriff auf das nicht ohne weiteres möglich, da er im Idealfall gar nichts von der des Netzwerks weiss. Zwischen der eigenen IP-Adresse und der Webseite, die im besucht werden soll, stehen nämlich noch mindestens drei weitere Server, sodass es nicht nachvollziehbar ist, woher der Besucher kommt. 

 

Drogen, Waffen, Raubkopien

Die Anonymität im zieht aber auch Geschäftsleute an, die sich nicht an bestehende Gesetze halten wollen oder können. Sie nutzen das Darknet, um negativen Konsequenzen zu entgehen und um sich den Strafverfolgungsbehörden oder privaten Ermittlungsorganisationen zu entziehen. Lediglich 40 Prozent der Inhalte im sind legal. Auch im Deeb Web gibt es genügend Foren, Webshops und Handelsplattformen für Dienstleistungen und Waren, die illegal sind oder strengen gesetzlichen Regelungen unterliegen. Im gibt es alles, was es nach dem geltenden Gesetz gar nicht geben dürfte. Dazu zählen unter anderem nicht registrierte Waffen, Auftragskiller, Drogen, Kreditkartennummern, gefälschte Ausweise, sowie verschreibungspflichtige Medikamente und deren Imitate. können die Täter hinter kriminellen Angeboten, Onlineshops oder Foren meist nur nach langwieriger Recherche aufspüren. Deshalb wurden inzwischen von unterschiedlichen Ermittlungsbehörden Spezialeinheiten gegründet, deren Aufgabe darin besteht, in die illegalen Bereiche des Darknets einzudringen. Hierbei kommt Social Engineering zum Einsatz. Social Engineering nennt man zwischenmenschliche Beeinflussungen mit dem Ziel, bei Ziel-Personen bestimmte Verhaltensweisen hervorzurufen, sie zum Beispiel zur Preisgabe von vertraulichen Informationen, zum Kauf eines Produktes oder zur Freigabe von Finanzmitteln zu bewegen. Psychologisch geschulte Mitarbeiter sind hierzu in vielen Bereichen den Lebens, online, wie offline unterwegs. Freundeskreise werden unterwandert, bietet in Foren technische oder finanzielle Hilfe an, dringt in Chats ein, oder installiert eigene Angebote, Webseiten und mehr.

Beitragsbilder Andreas Köppen, alle Rechte bei mir.