Betreiber der Piraterie-Seite Manga-Mura festgenommen

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Die japanische Polizei hat am Dienstag den 27-jährigen Betreiber der illegalen Manga-Seite Manga-Mura festgenommen. Die Festnahme erfolgte an Bord des philipinischen Passagier-Flugzeugs, mit dem der Beschuldigte abgeschoben wurde. Auf der illegalen Manga-Website sollen unter anderem illegale Kopien von beliebten Serien wie One Piece zu sehen gewesen sein. Die Seite Manga-Mura hat der Manga-Industrie schon einigen Schaden zugefügt.

Romi Hoshino soll Manga-Mura betrieben haben. Foto: Quelle unbekannt

Romi Hoshino, so der Name des Mannes, war wegen des Betriebs der jetzt geschlossenen Piraten-Website Manga-Mura zur Fandung ausgeschrieben. Auf Antrag japanischer Ermittlungsbehörden wurde er nun von den Philippinen abgeschoben. Er war dort im Juli auf dem Weg nach Hongkong aufgegriffen und festgehalten worden. Es wird vermutet, dass die Website der Manga-Industrie einen Schaden von über 2.532.900 Euro zugefügt hat. Sie hatte zahlreiche illegale Kopien von beliebten Anime-Serien im Angebot. Hoshino soll die Website Manga-Mura nicht alleine betrieben haben. Neben Hoshino wurden noch drei weitere Personen festgenommen. Sie sollen ebenfalls beim Betrieb geholfen haben. Die Website wurde bereits im April 2018 geschlossen. Die Polizei brauchte aber einige Zeit für die Ermittlungen im Umfeld der Seite.

Hoshino bestreitet alle Vorwürfe

Hoshino behauptet, dass er Japan verlassen habe, weil ihm unter anderem eine Geschäftsmöglichkeit angeboten wurde. Keinesfalls hätte er die Absicht gehabt zu fliehen. Er könne wegen der laufenden Ermittlungen aber noch nicht vollständig Stellung beziehen. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, stellte er die Preisgabe weiterer vertraulicher informationen in Aussicht. Hoshino kam im Mai 2018 auf den Philippinen an, nachdem er von der japanischen Polizei als Zeuge vernommen worden war. Seitdem hat er sich nach Angaben der Ermittler auf den Philippinen, in Hongkong sowie in Thailand aufgehalten. Der Prozess wird nun mit Spannung erwartet. Ob er seine Beteiligung noch einräumen wird, ist unklar.

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